Hier können Sie die 1.PatchWerk-Ausgabe runterladen:

>>>>> 1.PatchWerk <<<<<

Wir stehen auf Stadt! PatchWerk im Quartier

Bei aller Landliebe, Landlust und Landbegeisterung: Wir stehen auf Stadt! Und wir lieben unser Stadtviertel. Hier leben, wohnen und arbeiten wir gern. Und hier wollen wir mit neuen Mustern und Formen des Zusammenlebens experimentieren. Wir wollen herausfinden, was uns gut tut und was gut funktioniert im Miteinander der Generationen und Kulturen. Und wir fragen uns: Was können wir als BewohnerInnen tun, damit unser Quartier so wird, wie wir es uns für die Zukunft wünschen?

Die Zeichen stehen auf Selbermachen! Gefragt sind Menschen mit Ideen, mit Mut und Übermut und mit Experimentierfreude. Erste Aktionen zeigen: Immer mehr junge und alte PempelforterInnen haben Lust, sich in ihrem nachbarschaftlichen Umfeld zu engagieren. Sie sind daran interessiert, das kulturelle und soziale Leben mit eigenen Aktionen und Projekten zu bereichern. Unser Beitrag ist diese „begehbare Zeitung“, die an verschiedenen Orten in Pempelfort im Poster-Format aushängt. Die Rückseite jeder Ausgabe zeigt ein Kunstwerk.
In der 1. Ausgabe ist es eine Illustration der Franklinstraße von dem Pempelforter Künstler und PatchWerk-Redaktionsmitglied Carsten Tiemessen.

Wie viele Ausgaben es in der nächsten Zeit geben wird? Keine Ahnung. Wir fangen einfach mal an.

Kontakt zur Redaktion: Claudia Sander | sander@keywork.info

 

Fortsetzung: Auf’s Rad! Tour oder Tortour ?

An einem nass-kalten Winter-Sonntag erkunden wir, Radel-Rena, Tochter Anna und ich auf dem Fahrrad, wie es in diesem Stadtteil mit der Pedaltreterei so läuft. Erst einmal starten wir auf der Bagelstrasse, die nach dem Verlag Bagel benannt ist.

Auf der Fahrspur geht es Richtung Hofgarten. Ampeln und eine Kreuzung an der Prinz-Georg-Strasse unterbrechen die Fahrt. Dann ist der Radweg zu Ende. An der Jägerhoframpe nehmen wir lieber die Hofgartenallee, dort ist es definitiv sicherer.

Anna vorneweg ist sich unsicher, wie es weitergeht am Grünen Brunnenkerl. Wir nehmen lieber die Ampel, um auf die rechte Seite der Jägerhoframpe zu gelangen. Zügiges Fahren geht anders. Obwohl in der Düsseldorfer Stadtbeschreibung die Rede ist von ca. 27.000 Pempelforter/innen, die mit einem 10 %igen Gesamtanteil am häufigsten mit dem Rad unterwegs sein sollen, haben wir die noch nicht gesichtet. Tunnelausgänge und breitzügige Ausfallstraßen mit Straßenbahngleisen müssen erst mal überquert werden. Dann teilen wir wieder einen Hofgartenweg mit Fußgängern Richtung Altstadt.

An der breiten Heinrich-Heine-Allee am Ratinger Tor zur Rechten gäbe es einiges über die Stadtentwicklung zu erzählen. Wir sind froh, die Ratinger Strasse erreicht zu haben, da gilt es jetzt auf nassglitschigem Kopfsteinpflaster zu eiern. Anna hat schon den schmalen Bürgersteig erobert.

Schließlich ist Radel-Rena auch zu unsicher geworden und gesellt sich auf den durch Pfeilern eingegrenzten Bürgersteig dazu. Es gelingt mir, die Rheinuferstrasse tapfer weiterschlingernd ins Visier zu nehmen. Dann steigen wir besser ab an der Lambertuskirche. Zu dieser Tageszeit ist noch nicht so viel Betrieb von Herumstehenden oder Besichtigungen hier. Also nimmt Anna Fahrt auf Richtung Rheinuferpromenade und bleibt staunend stehen.

Es ist immer eine Attraktion, die Schiffe vorbeischippern zu sehen und daher bleiben wir stehen. Radel-Rena erzähle ich, dass ich mir nicht sicher bin, ob Rhein oder Themse die breiteren Ströme sind. Sie weiß zu berichten, dass die Römer schon bis Schottland das britische Reich erobert hatten. Wir fahren also erst mal weiter auf dem eigens dafür vorgesehen Wellenradweg, der allerdings mehr von Fußgängern als von uns Radlern benutzt wird.

Bis zum Ehrenhof vorbei an der Ehrenhofwiese, ein kleiner Park für eine Rast links von uns geht es schön breit weiter. Dann gelangen wir an die Rheinterrasse und queren hier lieber die Strasse, denn dort zur Linken liegt die großzügige Parkplatzzufahrt. Es geht über einen Rheinwiesenweg vorbei an Fußgängern zur breiten Josef-Beuys Promenade. Da ist es jetzt wirklich einfach, für uns nebeneinander oder hintereinander zu radeln und die Landschaft zu betrachten.

Immer noch auf den Spuren der Grenzen Pempelforts biegen Radel-Rena, Anna und ich hintereinander in den schnurgeraden Sandweg zur Cecilienallee. Vorbei an einem Kinderspielplatz, wo man noch einmal verweilen könnte, machen wir uns auf den Rückweg.

Von Marion Kornau