Die Kunstaktion „bewegen“ versteht sich als eine soziale Plastik, die in Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Uscha Urbainski, Corinna Bernshaus und der Keyworker-Gruppe ‚Kunst-Aktionen‘ entwickelt wurde. Seit einem Jahr sammelt die Gruppe Schuhe von Mitbürger/-innen und gießt diese in Beton ab, symbolhaft für den Menschen als auch für die Wege, die er beschreitet. Ziel ist es, „Bilder“ im öffentlichen Raum zu erstellen, die das soziale Miteinander, unsere Wege und Standpunkte sichtbar machen: Was bewegt uns? Wie bewegt es uns? Wohin bewegen wir uns? Welche Orte suchen wir auf? Wo kreuzen sich unsere Wege? Was können wir gemeinsam bewegen? Aber auch: Wo sollten wir stehen bleiben und Stellung beziehen?

Anlässlich der Reichskristallnacht am 9. November 1938 haben wir an die Deportation jüdischer Mitbürger/innen erinnert und ein erstes gemeinsames Bild erschaffen: die Schuhe haben wir am Mahnmal entlang der Gleise auf dem ehemaligen Güterbahnhof (Mahnmal Marc Chagall Straße/Ecke Toulouser Allee) aufgestellt. Schüler des Geschichtsleistungskurses vom Leibinz-Montessori-Gymnasium haben dazu Texte gelesen, der Chor der freien Kunstschule Werksetzen Lieder vorgetragen. Im Anschluss haben wir gemeinsam mit allen Interessenten bei Kaffe und Kuchen in der Kunstschule Werksetzen, Bagelstrasse 117 in Düsseldorf-Pempelfort, den Nachmittag ausklingen lassen.

Es war eine im wahrsten Sinne bewegende und eindrucksvolle Aktion, danke an alle Beteiligten! Am Schluss bleibt die Frage: was hätte ich getan?

Veröffentlichung Rheinische Post

Veröffentlichung Westdeutsche Zeitung